Geschichte

Die Geschichte unserer Wehr reicht bereits viele Jahre zurück.

Schon viele Jahre vor unserer Zeitrechnung lernten die Menschen sich das Feuer zunutze zu machen. Der anfängliche Nutzen wurde im Laufe der Jahrhunderte und der Zusammensiedlung der Menschen aber auch zur Gefahr. So musste man Möglichkeiten suchen, um außer Kontrolle geratene Feuer zu bekämpfen. Anfänglich waren es noch einfache Methoden. So versuchten damals z.B. Herzöge und Kaiser ihre Habe durch den Einsatz von Feuerknechten und Sklaven zu schützen. Erst im 18. Jahrhundert wurde mit der Einführung der Freiwilligen Feuerwehren begonnen. Diese wurden oft aus bestehenden Vereinigungen wie z.B. Turnvereinen zusammengeschlossen. Im Jahre 1847 wurde in Deutschland die erste Freiwillige Feuerwehr gegründet. Schon im Jahre 1351 entstand die erste bekannte Feuerordnung in der es hieß, dass jeder Bürger die Pflicht hat sich einen Feuereimer anzuschaffen. Diese Eimer trugen meist die Aufschrift des Namens des Besitzers bzw. dessen Hausnummer. Im Jahre 1878, noch vor der Gründung der Feuerwehr, befasste man sich in Staudach mit dem Ankauf eines Löschgerätes. Bei einer Sitzung im Gemeindeausschuss am 1. September beschloss man eine Saug- und Druckspritze im Wert von 1030 RM zu kaufen. Bei einer weiteren Sitzung am 22. November 1878 wurde dann festgelegt eine Pflichtfeuerwehr zu gründen, damit die neu erworbene Spritze gezielt und organisiert eingesetzt werden kann. Der damalige Wirt Leonhard Bauer hat sich in diesem Zuge bereit erklärt, den Spritzenfahrdienst zu übernehmen. Dieser Dienst wurde im Jahre 1894 infolge des Besitzerwechsels vom neuen Wirt Schwinghammer übernommen.

Historischer_Feuereimer.JPGHistorischer Feuereimer
Gründungsurkunde.JPGGründungsurkunde 1890

Der Fahrdienst wurde von ihm auch bei der 1932 angeschafften mit Vollgummirädern bereiften Magirus Pumpe übernommen, anfangs noch mit dem Pferdegespann und später dann mit dem Auto oder dem Traktor. Erst als dann 1963 das erste Feuerwehrauto gekauft wurde, konnte Schwinghammer diese Aufgabe abgeben. Für die Unterbringung der Saug- und Druckspritze musste dann noch ein Platz gefunden werden. Hierfür stellte der Landwirt Josef Leitl aus Staudach seinen Stadel zur Verfügung. Bei der Gemeindevisitation durch das Königliche Bezirksamt Eggenfelden wurde dies aber beanstandet und die Gemeinde angewiesen hier Abhilfe zu schaffen. Daraufhin stellte man Überlegungen an, ein den Anforderungen entsprechendes Gebäude zu errichten. Der damalige Wirt Leonhard Bauer erklärte sich bereit, an seine Stallung (gegenüber dem alten Schulhaus, das ja damals auf dem Dorfplatz stand) ein Feuerwehrgerätehaus anbauen zu lassen und den dafür benötigten Grund zur Verfügung zu stellen. (Beschluss von 23. Dezember 1884) Im 19. Jahrhundert wurde der Feuerschutz gesetzlich geregelt. Die Kommunen hatten dafür zu sorgen, dass die nötigen Löschgeräte für die Brandbekämpfung zur Verfügung gestellt wurden. Für die männlichen Gemeindebewohner war es Pflicht, sich an den Löschübungen zu beteiligen. So waren in Bayern in den siebziger Jahren des 19. Jahrhunderts die Pflichtfeuerwehren eingeführt worden. Viele Menschen auf dem Lande sahen aber die gegenseitige Hilfeleistung als Pflicht an und so setzte sich bald der Wunsch und die Meinung durch, man sollte die Pflichtfeuerwehr durch eine freiwillige Feuerwehr ersetzten. So kam es, dass am 13. Januar 1890 in Staudach die Freiwillige Feuerwehr gegründet wurde.

Heute zählt die Freiwillige Feuerwehr Staudach über 100 Mitglieder, wovon knapp 60 Mitglieder ihren Dienst aktiv ausüben.

Gruppenfoto_FFW_Staudach.jpgUnsere Feuerwehrmänner und -frauen